Ovid: Metamorphosen 240-252

Ovid, Buch I: Metamorphosen 240-252 (Deutsche Übersetzung) – Die Götterversammlung II

Lateinischer TextÜbersetzung
(240) Occidit una domus, sed non domus una perire digna fuit:

Qua terra patet, fera regnat Erinys.

In facinus iurasse putes!

Dent ocius omnes, quas meruere pati, (sic stat sententia) poenas.’

(240) Ein Haus ist untergegangen, aber nicht (nur) dieses eine Haus verdiente es, zugrunde zu gehen:

Soweit sich die Erde erstreckt, regiert die harte Erinys (Rachegöttin).

Man könnte meinen, sie hätten sich zum Verbrechen verschworen;

das Urteil steht fest: Sie (die Götter) sollen bewirken, dass alle die Strafen, die sie verdient haben, früher erleiden.

(244) Dicta Iovis pars voce probant stimulosque frementi adiciunt, alii partes adsensibus inplent.

Est tamen humani generis iactura dolori omnibus, et quae sit terrae mortalibus orbae forma futura rogant, quis sit laturus in aras tura, ferisne paret populandas tradere terras.

(244) Ein Teil pflichtet den Worten Jupiters bei und gibt dem Schnaubenden noch Ansporn, andere erfüllen ihre Rolle durch Zustimmung.

Dennoch empfinden alle Schmerz wegen der Vernichtung des Menschengeschlechtes und sie fragen, welche Gestalt die Erde, der Sterblichen beraubt, in Zukunft haben werde, wer demnächst den Weihrauch auf die Altäre lege, und ob er (Jupiter) vorhabe, die Erde den wilden Tieren zu überlassen.

(250) Talia quaerentes (sibi enim fore cetera curae) rex superum trepidare vetat subolemque priori dissimilem populo promittit origine mira.(250) Denen, die solches erfragen, verbietet der Herrscher der Überirdischen, sich zu beunruhigen (er werde nämlich für das Übrige sorgen), und er verspricht ihnen ein neues Geschlecht, ähnlich dem alten Volk und von wundersamer Herkunft.

 

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