Das Participium coniunctum (kurz: PC) ist ein verbundenes Partizip. Das bedeutet, dass ein PPP oder PPA mit einem Nomen in Kasus, Numerus und Genus übereinstimmt.

Ein PC lässt sich auf verschiedene Weisen übersetzen. Alle Wörter, die sich zwischen PPP/PPA und dem Bezugswort befinden, gehören zu dem „neuen“ Satz (es empfiehlt sich, eine Klammer zu setzen).

 

Beispiel:

[Romani a Sabinis victi] in urbem venerunt.

(Nomen: Nom. Pl. m.) (PPP: Nom. Pl. m.)

 

Übersetzungsmöglichkeiten:

Relativsatz:

[Die Römer, die von den Sabinern besiegt worden waren], kamen in die Stadt.

Temporalsatz:

[Nachdem die Römer von den Sabinern besiegt worden waren], kamen sie in die Stadt.

Kausalsatz:

[Weil die Römer von den Sabinern besiegt worden waren], kamen sie in die Stadt.

Konzessivsatz:

[Obwohl die Römer von den Sabinern besiegt worden waren], kamen sie in die Stadt.

Hauptsatz

Die Römer sind von den Sabinern besiegt worden und kamen in die Stadt.

wörtliche Übersetzung

Die von den Sabinern besiegten Römern kamen in die Stadt.

Anhand der Tabelle lassen sich verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten erkennen, manche ergeben jedoch mehr Sinn als andere. Bevorzuge den Temporalsatz, denn der lässt sich immer bilden und hilft dir auch dabei, die richtigen Zeiten zu wählen.

 


Die Rolle des Partizips

Das Partizip entscheidet, welches Zeitverhältnis zwischen den beiden Sätzen vorhanden ist.

Partizip

Zeichen

Zeit

Partizip Präsens (PPA)

-ns, -ntis

Gleichzeitigkeit (+aktiv)

Partizip Perfekt (PPP)

-tus/-sus

Vorzeitigkeit (+passiv)

Partizip Futur (PFA)

-urus

Nachzeitigkeit (+aktiv)

 

Beispiele:

PC (PPA): [Romani pugnantes] familiam cogitant.

Während die Römer kämpfen, denken sie an die Familie.

PC (PFA): [Romani pugnaturi] familiam cogitant.

→ Als die Römer kämpfen wollten, dachten sie an ihre Familie.

PC
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