Kinder im alten Rom

Der folgende dient als kleiner Überblick über das Leben der Kinder im alten Rom. Wir haben viele Fakten in Stichpunkten angegeben. Gerne darfst du die Stichpunkte für die Schule verwenden.

Die Herkunft und der Reichtum der Familie der Kinder war im alten Rom besonders wichtig und vor allem wegweisend für ihre Zukunft. Generell lässt sich sagen, dass sie als „kleine Erwachsene“ angesehen wurden, hatten aber praktisch keine Rechte. Ihr Kleidungsstil ähnelte den der Erwachsenen. Für Kinder gab es ein breites Spektrum an Spielzeug, wie z.B. Holz- und Stoffpuppen oder Brett- und Murmelspiele.

Die Geburt:

  • Durch die hohe Sterblichkeit bei Geburten, wurden diese mit Ritualen begleitet.
    • Gebete an die Götter:
      • Diana (Schützerin der Frau)
      • Luciana (hilft bei der Geburt und soll Familie schützen)
  • Bei der Geburt waren (fast) nur Frauen anwesend.
    • Obstretix (die Hebamme)
    • Ggf. ein Mann, nämlich der Medicus (der Arzt)
  • Wenn der Vater sein Kind nach der Geburt auf den Arm nahm, so erkannte er dieses als sein eigenes Kind an.

Mädchen:

  • Mädchen wuchsen grundsätzlich bei einem weiblichen Familienmitglied auf.
    • Bei Familien aus der Oberschicht war der Besitz einer griechischen Sklavin typisch, so dass die Kinder zweisprachig aufwuchsen.
  • Sie spielten viel mit Blumen, Murmeln, Bällen, Nüssen, Tierknochen und Puppen.
  • Verließen mit 11 Jahren die Schule (wenn sie eine besuchten)
  • Lernten das Weben und Spinnen, was als vornehme Beschäftigung galt, um Kleidung anfertigen zu können.
  • Mit 7 Jahren durften sie verlobt werden.
  • Manche Mädchen wurden mit 12 verheiratet, da sie ab diesem Alter als volljährig galten.
  • Bei der Erziehung achtete man auf Zurückhaltung und Keuscheheit.
  • Typische Berufe: Hebamme, Näherin (selten: Sekretärin oder Ärztin)

Jungen:

  • Lebten bis zum 7. Lebensjahr bei ihrer Mutter
  • Danach hatte der Vater Erziehungsrecht und brachte ihnen Ackerbau, Kampf und Lesen und Schreiben bei.
  • Wichtige Attribute bei der Erziehung: Tapferkeit, Disziplin und Gehorsamkeit
  • Erziehung endete ca. mit dem 16. Lebensjahr
  • Volljährig wurden sie am 17. März, dem Fest der Libera, an dem die Jungen zwischen 14 und 19 Jahre alt waren.